DAS DEUTSCHE WOHNZIMMER – WAW TREND

Der GfK Verein, eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung, nahm in seiner letzten Studie das deutsche Wohnzimmer unter die Lupe. Befragt wurden 2.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren, die Auskunft zu ihrer Wohnzimmereinrichtung, der technischen Ausstattung, sowie den baulichen Gegebenheiten gaben.

Dabei wurden grob drei Wohnzimmertypen identifiziert:
älter-traditionell, jung-pragmatisch und gehoben-stilvoll.

Den größten Anteil macht mit 40 Prozent der „älter-traditionelle“ Typ aus.
Das Wohnzimmer in diesen Haushalten ist durchschnittlich 22 Quadratmeter groß und klar auf das Wohnen ausgerichtet. Man ahnt es schon, typische Einrichtungsmerkmale sind eine Strukturtapete in Beige, Teppichboden, Vorhänge und ein braunes Stoffsofa mit passendem Sessel.

 

Wohnzimmer 4

 

Der „jung-pragmatische“ Typ hingegen liebt es funktional, denn in dem üblicherweise 23 Quadratmeter umfassenden Raum wird nicht nur gewohnt, sondern auch gegessen und gearbeitet. Hier herrscht der Einrichtungsstil ala Ikea vor, viel weiß und grau, mit funktionalen Möbeln im cleanen Look.

 

Wohnzimmer 1

 

Die für die Einrichtungsbranche wohl besonders interessante Gruppe, ist die der „gehoben-stilvollen“ Wohnzimmer. Diese rund 12 Millionen Haushalte leben im eigenen Haus und verfügen neben einem 30 Quadratmeter großen Wohn- und Esszimmer, auch teilweise über ein Haushalts-Nettoeinkommen von mindestens 3.000 € im Monat.

 

Wohnzimmer 3

 

Abhängig von Alter, Geschlecht und kulturellem Hintergrund fallen die Einrichtungsstile jedoch wieder sehr unterschiedlich aus, allen ist jedoch gemein, dass das Wohnzimmer als Rückzugsort sehr wichtig ist. „Wohnzimmer bedeutet, Zeit für sich selbst und für die Familie oder den Partner zu haben“, beschreibt Studienleiter Ronald Frank.

 

Wohnzimmer 5

 

Der aktuelle Wohntrend in Deutschland ist klar, leicht und luftig: Die Wohnzimmerwände sind bei 53 Prozent überwiegend in Weiß gestrichen. Sideboards, kombiniert mit Vitrinen, finden sich in mehr als der Hälfte der Wohnzimmer. Die traditionelle Schrankwand schätzen hingegen nur noch 28 Prozent der Befragten. Bei den Zuständigkeiten für die Einrichtung herrscht in vielen Wohnzimmer noch immer eine klare Rollenverteilung: Die Frauen sind für Details und Dekoration zuständig. Geht es um größere Anschaffungen, haben meist die Männer das Sagen.