ES GEHT UM DIE WURST!

Das ist Josef Hennebichler.
Er ist seit 33 Jahren beim österreichischen Wurstspezialisten Wiesbauer beschäftigt und seine Lieblingswurst ist die „Kalbspariser“. Auch Martina Ziegler, Leiterin der Exportverpackung ist ganz weit vorne, wenn es um den WAW-Titel „Wiesbauer-Mitarbeiter verrät seine Lieblingswurst 2015“ geht. Wir konnten uns noch nicht zu einer klaren Entscheidung durchringen, klar ist allerdings, das Martina Zieglers Lieblingswurst die „gebratene Käsewurst“ ist.

 

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Wie man wohl schon bemerken konnte: Der Marketingauftritt des österreichischen Unternehmens fasziniert uns sehr. Seitdem wir „Die Informationszeitung für Wiesbauer Großhandelskunden“ das erste Mal in den Händen hielten, lässt uns das Thema nicht mehr los. Auch der Blick auf die Webseite verstört uns immer wieder.

 

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Im Grunde genommen macht Wiesbauer alles richtig. Das vorrangige Ziel ist „Nicht nur ein zufriedener Kunde, nicht nur ein überzeugter Kunde, sondern ein begeisterter Kunde.“ Damit dies auch gelingt, informiert man ihn über Produktneuheiten, Shop-Eröffnungen, gibt der Firma ein Gesicht, bzw. steht als Familienunternehmen mit seinem Namen ein und tut auch sonst alles, um den Endverbraucher emotional an sich zu binden.

 

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Schmunzeln müssen wir allerdings schon, wenn bei einem doch sehr kontroversen Thema wie der fleischverarbeitenden Industrie Wörter wie Nachhaltigkeit, Vertrauen und Verantwortung fallen und es dabei nicht etwa um die Tierhaltung, sondern um das Firmensponsoring im Fahrradsport geht. Dem ganzen wird dann durch ein Bild die Krone aufgesetzt, an der die Grafikabteilung dem Zweirad Räder aus Wurstscheiben verpasst.

Vielleicht ticken die Leute einfach anders in Österreich. Vielleicht ist das aber auch die Zukunft der Werbung, denn eines ist sicher, vergessen werden wir Wiesbauer und Josef Hennebichler nie wieder.