FREI SEIN

Jetzt wird es philosophisch.
Freiheit lässt sich wohl kaum endgültig definieren, da jeder Mensch etwas anderes darunter versteht.
Abhängig von den momentanen Lebensumständen gehen die Meinungen da oft ganz weit auseinander.
Ein Tagelöhner in einer afrikanischen Edelsteinmine wird eine ganz andere Vorstellung von Freiheit haben als wir.

Uns geht es vergleichsweise gut. Das sollte man sich ab und an vor Augen halten, da erscheint einem das ein oder andere Problem plötzlich gar nicht mehr so groß. Nichts desto trotz, leben wir in einer Gesellschaft, die den Menschen über Leistung bewertet und das hinterlässt auch bei den Hartgesottensten ihre Spuren. Die Zahl der psychisch Erkrankten erreicht Jahr für Jahr neue Rekorde, bei Schulkindern wird Burn-Out mittlerweile öfter diagnastiziert als man es für möglich hält und die Leute schlucken fleißig Upper, Downer und am Ende Antidepressiva, um überhaupt irgendwie klar zu kommen.

 

Unknown-5

 

Die meisten Menschen fühlen sich in ihrem Job überfordert und träumen vom Dauerurlaub in der Karibik.
Nun ja, träumen kann man ja, nur wird einem das nicht wirklich weiterhelfen, es geht viel mehr darum, den eigenen Alltag so frei wie möglich zu gestalten. Das fängt doch schon bei der morgendlichen Bahnfahrt ins Büro an. Da hetzen die Menschen, mit verbitterten Gesichtern, zum nächsten Zug, drängeln und schubsen, um nur ja nicht zu spät zum verhassten Job zu erscheinen – und das, obwohl die nächste Bahn in fünf Minuten kommt.

So etwas verstehen wir einfach nicht.
Niemand, außer uns selbst, hält uns davon ab, auch die kleinste aller Handlungen bewusst in eine positive Richtung zu steuern.
Das bedeutet für uns „Frei Sein“ – wenn wir es schaffen, uns aus Verhaltensmustern zu lösen, die uns im Weg stehen, dieses Leben, so gut es geht, zu genießen.